Im Juli 2020 haben wir unseren „Klecks” mit fünfzehn Wochen aus Gronau nach Köln geholt.
In der Hoffnung einen gut sozialisierten Hund mit nach Hause zu bringen, haben wir ihn etwas länger als gewöhnlich bei Marion Terhaar und seinen Eltern, Glenna und Bandit, belassen – und diese Entscheidung war goldrichtig.
Klecks ist einfach zauberhaft: Sein freundliches und anhängliches Wesen hat sehr schnell die Herzen der ganzen Familie gewonnen. Gerne liegt er im Wohnzimmer oder auf der Gartenterrasse und beobachtet genau den häuslichen Alltag bzw. Vögel, Katzen und Insekten. Letzteren folgt er gerne und angelt sie sich aus der Luft. Es ist ein großer Spaß zu sehen wie Klecks schnell wie ein Hase, behände wie ein Reh durch den Garten pest – manchmal fliegt er allerdings aus der Kurve, landet in der Hecke, berappelt sich wieder und startet einen neuen Lauf.
Genau so aktiv, wie er ist, so ruhig und gemütlich ist er, wenn er sein „Rudel” um sich weiß. Er kann stundenlang zu den Füßen liegen – wobei er sich genüsslich krabbeln und streicheln lässt.
Zukünftig soll er als Schulbegleithund auch die Kinderherzen in der Schule gewinnen. Die ersten Gastbesuche waren ein großer Erfolg. Die Kinder können es gar nicht erwarten, ihn im Unterricht begrüßen zu dürfen. Oft stehen sie vor dem Direktorat bzw. dem Sekretariat um einen Blick auf den pelzigen Gast zu erhaschen und ihn vielleicht einmal streicheln zu dürfen.
Dass er ganz besonders schön sei, wird häufig gesagt – insbesondere auch von anderen Hundehaltern auf unseren vielen Spaziergängen. Wir sehen das natürlich genauso und sind ganz froh, dass wir einen so tollen Hund von einer unglaublich umsichtigen, erfahrenen und hilfsbereiten Züchterin erhalten haben.
Liebe Marion, vielen Dank für diesen zauberhaften Kerl!
Mein Konzept für einen Zucht und Aufzucht.
Im Zuge meiner Arbeit als Hundetrainerin und Verhaltensberaterin für Menschen mit ihren Hunden, legte sich mein Augenmerk und meine Vorliebe immer mehr auf die Vermittlung von Welpenerziehung und Welpensozialisierung. Viele Probleme, mit denen Hundebesitzer auf mich zukommen, haben ihren Ursprung in der Welpenerziehung und deren Sozialisierung.
Kunden, welche mit jungen Hunden aus dem Ausland z.B. von der Straße zu mir kamen, diese Hunde erschienen mir im Alltag um vieles entspannter, als die Hunde vom Züchter aus einer Hausaufzucht, bzw Familienaufzucht, welche dann in der Regel mit der 8-10 Wochen in ihre neuen Familien ziehen. Ich wollte wissen, warum das so sein konnte und schon Hundewelpen sich so unterschiedlich entwickeln.
Ich fühlte, dass ich nur mit umfangreicheren Erfahrungen meine Welpenschulung verbessern könnte. Mit dieser Entschlossenheit, mehr über und von Welpen zu lernen, kaufte ich mir Welpen von verschieden Züchtern aus unterschiedlichsten Aufzuchtbedingungen und verschiedenster Rassen. Es handelte sich in diesem eigenen „Lernprojekt” um Rassehunde, Mischlinge wie auch Hybriden. Es waren immer mehrere Welpen, damit ich eine Gruppe mit in etwa gleichaltrigen garantieren konnte.
Sie hielten Einzug in meine Pension und sozialisierten sich erst vorzugsweise INNERARTLICH. Ich stellte die Gruppen so zusammen, dass die Welpen untereinander, wie auch von adulten Hunden lernen konnten. Welpen haben ein enorm hohes innerartliches Spielbedürfniss, gleichzeitig aber auch ein noch höheres Ruhebedürfnis, welches in erster Linie mit Gruppenkuscheln befriedigt wird. Beide Bedürfnisse als Hundehalter so zu stillen, wie der Welpe es braucht erschien mir zusehends schier unmöglich, denn wir Menschen haben andere Zeitfenster für Aktivität, wie auch andere Zeitfenster für Ruhephasen. Zudem haben Welpen eine grundlegend andere Auffassung von „spielen”, als wir Menschen es glauben.
Ich definierte die sogenannte „Sozialisierungsphase” für mich nochmal neu und kam zu dem Entschluss, das jedes Individuum erst mal ein RECHT auf eine ausreichende innerartliche Entwicklung haben muss, damit es seine persönliche Individualität entwickeln kann und somit eine spätere Erziehung besser greifen kann.
Aus diesem Grund gründete ich damals die DINKELZWERGE. Ein kleines Welpeninternat, in welchem diese mit ein oder zwei adulten souveränen Hunden unter sich lebten, voneinander lernen konnten und wo ich als Mensch wie ein „Direktor” für Ordnung und Regeln sorgte und mit jedem der Welpen die „Schulbank” drückte, damit er auch das „Menscheneinmaleins” lernen kann.
In der Kynologie gilt die Zeit bis zum 4. Monat als das wohl wichtigste Zeitfenster für Sozialisation, für soziales lernen. Wenn wir die Welpenentwicklung genauer betrachten, sind die kleinen erst völlig hilflosen Wesen bis zur ca 4. Woche fast ausschließlich mit fressen, schlafen, schlafen im Kontakt mit den Welpengeschwistern, laufen lernen usw beschäftigt. Erst dann fangen sie langsam an aktiv miteinander zu spielen.
Die Hundemutter erzieht die Welpen nun auch, indem sie anfängt den Welpen das Gesäuge zu verwehren. Das sind erste von der Hündin “bewusst herbeigeführte” Frustrationserlebnisse.
Wenn wir uns überlegen, dass viele Welpen schon mit der 8. Woche in eine Menschenfamilie ziehen, dann frage ich mich, ob drei Wochen innerartliche Sozialisation reichen? Zudem mit der immens hohen Erwartung, für uns Menschen ein guter Hund, Familienhund und Kamerad zu werden.
Stellen Sie sich vor ein Baby zöge mit ca 5 Monaten in ein Hunderudel und dieses sollte das Kind erziehen, in der Hoffnung ein guter Mensch zu werden? Skurrile Vorstellung, oder? Ist es nicht so, dass ein Kind, welches von Menschen stabile Beziehungen und Werte vermittelt bekommt, dann auch eher in der Lage ist, sich sozialer mit Andersartigen auseinanderzusetzen und diese zu verstehen? Mit 8-10 Wochen sind die Welpen noch so sehr mit sich und ihren Bedürfnissen beschäftigt, wie sollten sie da im Ansatz menschlichen Erwartungen gerecht werden, geschweige denn diese erfüllen können?
Zum Glück oder auch zum Leid, kommt drauf an aus welcher Perspektive man es betrachtet, entwickeln sich Hunde im Vergleich zu uns Menschen rasant schnell. Ab der 10.-14. Woche konnte ich beobachten, dass die Welpen deutlich individueller agierten, die Gruppendynamik änderte sich, sie benahmen sich nicht mehr so kopflos. Interaktionen wurden zusehends komplexer und zielorientierter.
Ich schob das, was man heute als moderne Welpenerziehung bezeichnet, ganz weit von mir weg. Übungen, Kommandos, Leckeres, all das stellte ich in Frage. Orientierung am Menschen, Anpassung im Alltag, das ist es doch was ein heutiger, moderner Familienhund leisten sollte.
Aus den DINKELZWERGEN entwickelte sich zwangsläufig Familydogs4you , denn nicht nur die Erziehung nach der 8. oder 10. Woche, auch die Aufzucht von Welpen erschienen mir von sehr großer Bedeutung in Anbetracht der zu leistenden Erziehung von oftmals Ersthundehaltern. Reizüberflutung und viel menschengemachtes „Welpenprogramm”. Bällebad, Quitschies, unruhiges Umfeld, zu viele Menschen, zu viel Tamtam, all das bringt einen unruhigen, fordernden Welpen mit sich und steht im Konflikt mit den Wünschen der zukünftigen Hundehalter. Welpen mit einer eher reizarmen Aufzucht, blieben chilliger, weitaus zufriedener und ruhten, wie man so schön sagt, in sich.
Ich beschloss also selber zu züchten, um auch die Aufzucht so zu gestalten, wie ich es aus meinen Beobachtungen heraus am besten erachtete. Da ich mich nicht als Züchter einer bestimmten Rasse sehe, sondern mein Augenmerk auf das züchten von „Familienhunden” gerichtet ist, wertete ich meine Ergebnisse mit den bisher von mir sozialisierten und erzogenen Welpen aus und kam zu dem Entschluss, dass die Eigenschaften des Retrievers, wie auch die des Pudels durchaus den Anforderungen gerecht werden konnten. Der Retriever, ob Goldi oder Labbi stets freundlich bemüht, der Pudel mit seiner Intelligenz und seinem sehr menschbezogenen Wesen, stellten sich auch für mich als gute genetische Grundlage für einen familienfreundlichen weniger haarenden und somit allergiefreundlichen Familienhund dar.
Es gibt einfach Rassen, denen es aufgrund ihrer Genetik leichter fällt, ein guter Familienhund zu werden. Aber letztendlich ist es entscheidend, wie der Hund sozialisiert wird und wie der Mensch ihn erzieht.
Mit meiner Zucht und Aufzucht durfte ich bisher sehr gute Erfahrungen sammeln. Ich bin sehr glücklich schon vielen Menschen und Familien einen ausgeglichenen Welpen vermittelt zu haben. Mit meiner soliden, artgerechten Aufzucht und meinem umfangreichen Wissen der Welpenerziehung, welches ich auch nach Abgabe jedem Welpenkäufer zur Verfügung stelle, kann ich meinen Zöglingen und ihren neuen Familien ein außergewöhnliches Starterpaket an die Hand geben.
Gerne stehe ich Ihnen zu einem Beratungsgespräch nach telefonischer Absprache zur Verfügung.
Marion Terhaar